

Aufgrund einer Initiative zum Projekt „Kulturnationen“ des Kulturamtes in enger Zusammenarbeit mit der Jugendförderung Neukölln wird 2002 in einer halbjährigen Vorbereitungszeit das Stadtspiel @nien erarbeitet. In dem Namen sind die vielfältigen Ethnien wie auch die Neuen Kommunikationsmedien symbolisiert.
Jeder Projektdurchgang hat einen Themenschwerpunkt. Die unterschiedlichen kultuerellen Wurzeln der Teilnehmer_innen werden durchgängig thematisiert. Von 2002-2005 besteht eine Aufgabe darin, den eigenen Geburtsort und den der Eltern und Großeltern auf einer Weltkarte zu verzeichnen. Die Vielfalt wird so eindruckvoll visualisiert. (Roots 2003,
2004,
2005)
Beim ersten Mal nahmen acht Teams aus vier Schulen teil. Dabei stellte das Ernst-Abbe-Gymansium ein Team, wie auch 2004 nahm eine Realschulklasse der Liebig Oberschule teil, außerdem die Rütli-Oberschule und die Thomas-Morus-Oberschule. Es zeigte sich, dass auch Hauptschüler/innen den anspruchsvollen Projektaufgaben gewachsen sind, wenn sie eine entsprechend interessante und aufwendige Lernumgebung vorfinden.
Bei @nien 2 wurde bereits Sozialraumorientierung in das Kooperationsprojekt integriert. Die Schulen wurden sozialräumlich und die Klassen altersmäßig auf die Jugendeinrichtungen abgestimmt. Hierdurch entstand mehr Koordinationsaufwand, aber auch mehr Nachhaltigkeit. Lehrerinnen und Lehrer sowie die Schülerinnen und Schüler nutzten auch nach der Projektwoche die Jugendeinrichtungen gelegentlich weiter, sowohl in der Freizeit, als auch für Folgeprojekte.
Ab 2004 wurden die Kooperationsbeziehungen zwischen Schule und Jugend erfolgreich manifestiert durch Kooperationsverträge zwischen den 3 Schulen und 6 Jugendeinrichtungen. Zum Beispiel wurde die Teilnahme von 2 Lehrer/innen am Projekt pro Klasse schriftlich vereinbart, um den Austausch zwischen den unterschiedlichen Arbeitsgebieten und Methoden zu fördern. Es wurde auch eine gemeinsame Evaluationspflicht zwischen den Pädagogen/innen der Jugendförderung und der Schule fest vereinbart, um die langfristige Wirkung des Projekts auf die Gruppendynamik in der Klasse überprüfbarer zu machen.
2006 fand @nien zum ersten Mal bezirksübergreifend Stadt. Der Nachbar-Bezirk Treptow-Köpenik beteiligte sich mit einer Schule. 2007 war auch der Bezirk Charlottenburg mit einer Oberschule vertreten.
Das Projekt wurde inzwischen auf einigen Fachtagungen präsentiert und zwei Fachartikel in der Fachzeitschrift „Pädagogik“ und (demnächst) in der Publikation „Jugend kooperiert mit Schule“ der GMK veröffentlicht. Der erste Artikel wurde auch im „Forum Soziale Arbeit“ empfohlen.